|
Beziehungsaufbau online
1. LinkedIn-Profil zuerst optimieren
Auch, wenn das mit dem eigentlichen Beziehungsaufbau noch nichts zu tun hat:
Im ersten Schritt empfehle ich dir zu prüfen, ob dein LinkedIn-Profil gut gepflegt ist und deine Kundinnen auf den ersten Blick erkennen, wofür du stehst.
Denn ein klares LinkedIn-Profil schafft Vertrauen.
Und das ist die Grundlage für den Beziehungsaufbau.
Schau dir insbesondere die folgenden Bestandteile an:
• Ein klarer Profilslogan - mit deinem Expertinnenthema und deinem Nutzen
• Aussagekräftiger Text in der "Info" über dich, deine Arbeit und deine Haltung
• Professionelles Foto
• Beiträge (im Fokus), in denen du über dein Expertinnenthema schreibst
👉 Ein gutes Profil schafft Vertrauen – es ist dein erster Eindruck.
2. Suche dir die richtigen Personen für dein Netzwerk aus
Wie du gezielt richtig suchst, das beschreibe ich dir in einigen Tagen.
Grundsätzliche Kriterien für Personen, mit denen ein Beziehungsaufbau sinnvoll ist:
• Ihr seid in der gleichen Branche tätig
• Ihr habt ähnliche Interessen
• Es sind potenzielle Kundinnen oder Partnerinnen
• Menschen, deren Inhalte du wirklich schätzt
3. Erst geben, dann nehmen
Bevor du eine Kontaktanfrage verschickst, kannst du schon mit der gewünschten Person direkt interagieren:
• Like ihre Beiträge
• Kommentiere ihre Beiträge mit konkreten Fragen oder eigenen Beispielen
• Teile ihre Beiträge, wenn sie für dein Netzwerk einen Mehrwert bieten
Damit baust du schon vor einer Vernetzung Vertrauen auf.
Es kann dir sogar passieren, dass jetzt deine Wunschperson dir eine Kontaktanfrage schickt. Etwas Besseres kann dir gar nicht passieren.
4. Kontaktanfrage personalisieren
Wenn du dein Netzwerk aufbauen möchtest, dann empfehle ich dir, einen LinkedIn-Premium-Account. Ich würde ihn zumindest mal 30 Tage intensiv testen, damit du weißt, ob du ihn wirklich brauchst.
Denn mit einem kostenlosen LinkedIn-Account kannst du nur 5 Vernetzungsanfragen pro Monat versenden. Das ist zu wenig.
Außerdem kannst du mit einem Premium-Account LinkedIn-Nachrichten an andere Nutzerinnen senden, mit denen du noch nicht vernetzt bist.
Vorlage:
“Hallo [Name], ich bin auf dein Profil gestoßen, weil [Grund]. Besonders spannend fand ich [konkrete Info]. Ich würde mich gern vernetzen und mehr über deine Arbeit erfahren.”
oder
“Hallo [Name], besonders gut gefällt mir [konkrete Info, wie dein Profilslogan, ein Fun-Fact, ein Angebot], weil [Grund].
Ich würde mich gern vernetzen und mehr über deine Arbeit erfahren.”
5. Eine Danke-Nachricht nach Kontaktannahme
Schreibe eine einfache und ehrliche Danke-Nachricht.
Ein konkretes Beispiel:
“Herzlichen Dank fürs Vernetzen! Ich freue mich auf den Austausch. Was beschäftigt dich aktuell beruflich besonders?”
Ende gern mit einer Frage. Damit signalisierst du, dass du an einem weiteren Austausch interessiert bist.
6. Teile relevante Informationen
Wenn ihr in der gleiche Branche tätig seid oder gleiche Interessen habt, wird es dir nicht schwerfallen, fachliche Inhalte zu finden, die du mit der Person per Direktnachricht teilen magst.
Wichtig: Jetzt ist noch nicht die Zeit für einen Pitch - es sei denn, dein Gegenüber fragt bei dir ganz konkret an.
7. Langfristige Beziehungspflege
Eine Beziehung entsteht nicht über Nacht. Es dauert, bis sich eine vertrauensvolle Beziehung aufbaut.
Daher sind bei dir jetzt Geduld und Ausdauer gefragt.
Folgendes Vorgehen empfehle ich dir:
• Interagiere gelegentlich auf Beiträge
• Kommentiere erfolgreiche Posts
• Melde dich nach einigen Wochen mit einem Update oder einer Frage. Hier gilt es, Feingefühl zu entwickeln, um nicht zu aufdringlich zu wirken.
8. Kontakt außerhalb von LinkedIn treffen
Wenn du merkst, dass der Austausch tiefer gehen könnte, ist es an der Zeit, den Kontakt auch außerhalb von LinkedIn fortzuführen, z.B. mit
• einem virtuellen Kaffee
• einem 15-Minuten-Kennenlern-Call
• Einladung zu einem Webinar oder Event, das du anbietest
• Treffen bei einem Netzwerk-Event, zu dem ihr beide geht.
Diese Optionen würde ich anbieten, wenn du merkst, dass von beiden Seiten ein größeres Interesse an einem echten Austausch besteht. Und dafür bieten LinkedIn-Nachrichten keine guten Möglichkeitenn.
9. Ganz wichtig: Schreibe persönliche Nachrichten und keine Massennachrichten
Und vor allem: Es geht zunächst um Beziehungs- und Vertrauensaufbau. Jetzt ist noch nicht der Zeitpunkt für einen Pitch.
Über gute und schlechte Zeitpunkte für einen Pitch werde ich dir noch mal separat schreiben.
10. Authentisch bleiben
Verstelle dich nicht. Die Menschen in deinem Umfeld merken schnell, wenn du es nur auf einen Auftrag oder einen Umsatz abgesehen hast. |